Kritik zur Galerieausstellung „Oxytocin”

Künstler*innen aus der Klasse K2 Kuratiert von Benjamin Drömert & Sara

Die Klasse K2 hat eine Galerieausstellung zum Thema Liebe mit neuen Kunstwerken (fast alle aus dem Jahr 2026) gestaltet. Zu sehen waren klassische Werke wie Acryl auf Leinwand (Dominiks ohne Titel) und gerahmte Kunstwerke (Shellys Luckypain und Gabriels RESSENS RIEN von 2023), aber auch viele ungewöhnlichere Präsentationsformen. Das Bild von Benjamin Toillette der Venus (2026) wurde beispielsweise auf einer Staffelei ausgestellt, und andere Werke gehen bewusst über den klassischen Rahmen hinaus. Insgesamt wurden sehr unterschiedliche Formen von Kunst präsentiert. Man findet Fotografien, gemalte Kunstwerke, Texte sowie zwei interaktive Werke (Magnus’ Wo findet sich Liebe? und Florians Liebe in hellen und dunklen Facetten).Diese Vielfalt ist bemerkenswert, genauso wie die Vielfalt der Liebe selbst.Obwohl sich die Ausstellung thematisch mit Liebe beschäftigt, liegt der Fokus kaum auf romantischer Liebe. Stattdessen zeigen die Werke andere Formen: die Liebe zur Leidenschaft, zur Kunst, zur Freundschaft, zur Familie oder zur Musik. Dadurch wird sehr deutlich, dass Liebe über den klassischen romantischen Sinn hinausgeht.Ein besonders eindrucksvolles Werk ist das Kunstwerk von Tara Climbing High(Poster, Foto und Wolle; 40 x 50 cm &13 x 18 cm, s. Abbildung links)Für mich persönlich drückt dieses Werk aus, dass große Liebe auch mit Schmerz verbunden sein kann. Manchmal liegen Liebe und Schmerz sehr nah beieinander. Die Künstlerin hat diese Verbindung sogar wortwörtlich umgesetzt: Durch eine Weberei verbindet sie verschiedene Elemente des Werks miteinander. Dadurch tritt das Werk aus dem typischen Rahmen heraus, was es fast lebendig wirken lässt.Alle Fäden laufen schließlich zu einem Foto zusammen, auf dem ihre blauen Flecken zu sehen sind, als wäre es unvermeidlich, dass alles dort endet. Das große Foto, auf dem sie im Zirkus durch die Luft schwingt, strahlt gleichzeitig Ruhe, Eleganz und Leidenschaft aus.
„Liebe ist vielseitig,” sagt Sara, Ko-Kuratorin der Ausstellung. „So vielschichtig und differenziert,dass kein Kunstwerk einem Anderen gleicht.”Es ist eine sehr gelungene Ausstellung, die noch bis zum 28. März hängt. Alle, die sie noch nicht gesehen haben, sollten das unbedingt tun bis dahin. Kiara K2